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15. - 18.6.2017 - Vallée de Joux - Le Rocheray

Le Trouvaille – Lac de Joux / eine Grenzerfahrung

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Ein verlängertes Wochenende über Fronleichnam bietet sich wiederum an für einen Womo-Ausflug. Wir buchen drei Nächte auf dem Camping in Le Rocheray am Lac de Joux.

Kurz vor dem Mittag treffen wir ein und können uns auf dem Platz Nr. 8 einrichten. Die Parzellen sind nicht sehr gross, doch es bleibt genug Platz für alles.

Am Nachmittag spazieren wir dem See entlang nach Le Sentier. Das Naturschutzgebiet ist wunderschön und wir geniessen die Ruhe auf dem kaum begangenen Weg. Besonders eindrücklich ist es am Tête de Lac.

Im Zentrum von Le Sentier machen wir ein paar Einkäufe und stillen den Durst mit einem kühlen Bier direkt beim Bahnhof.

Dank dem ValPass können wir die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei nutzen und so mit der Bahn direkt zum Camping zurückfahren. Hier richten wir uns gemütlich ein und bereiten uns ein feines Znacht zu.

 

In der Nacht geht ein kurzer, heftiger Schauer nieder, doch am Morgen scheint schon wieder die Sonne. Nach einem gemütlichen Frühstück steigen wir wieder in den Zug und fahren bis Le Pont ans andere Ende vom See.

Die Landschaft ist lieblich und die Temperaturen angenehm warm. In einer urchigen Beiz stärken wir uns mit dem zweiten Kaffee des Tages. In Les Charbonnières beginnt dann unser Wanderweg. Der Pfad führt über blühende Wiesen, Pferdekoppeln, Kuhweiden und kurz entlang von Fahrstrassen. Allerlei Insekten und vor allem Libellen begleiten uns auf der Tour.

Wir wandern durch grüne Mischwälder, immer entlang der Grenze zu Frankreich. Über 12 km begegnen wir keiner Menschenseele! Hier herrscht nur im Wald Dichtestress, und zwar zwischen den Bäumen ....

Nach einer Mittagspause mit Picknick setzen wir die Wanderung fort. Der Weg ist wie gesagt wenig begangen und an einer Stelle versperrt sogar ein umgestürzter Baum den schmalen Pfad.

Dann folgt der zum Teil steile Abstieg nach Le Sentier. Wir machen noch zwei, drei Einkäufe und laden dann wieder im selben Pub beim Bahnhof für ein Bier ... Mit der Bahn kommen wir wieder zu unserem Wohnmobil.

Ein feiner Pastasalat und etwas vom Grill schliessen diesen sportlichen Tag genussvoll ab. Ein Glas Wein darf natürlich nicht fehlen.

 

Und wieder ist uns ein prächtiger, sonniger Tag gegönnt. Zwar windet es immer, mal mehr, mal weniger stark. Wir satteln unsere Räder und fahren am Morgen Richtung Le Sentier. Das Zentrum der Ortschaft mit den vielen Uhrenmanufakturen lassen wir heute aus und steuern den Ortsteil Orient an.

Zuerst verläuft der Radweg auf der Strasse, dann ist es erlaubt auf dem Wanderweg zu radeln. Die Route direkt entlang dem Lac de Joux ist herrlich, wenn auch recht holprig. Das Wasser leuchtet tief blau und der wolkenlose Himmel tut es ihm gleich.

In L’Abbaye geniessen wir unser obligates zweites Kaffee auf der Terrasse eines Hotels. Hier gibt es sogar einen Skilift! Die Winter im Vallée de Joux sind schneereich und der See ist jedes Jahr gefroren.

Doch heute ist es angenehm warm und der Aufstieg zum Mont du Lac Schweiss treibend. Die Anstrengung lohnt sich, den die Aussicht hier oben ist einfach genial. Und die rassige Abfahrt hinunter nach Le Pont sorgt für eine angenehme Abkühlung.

Am Ufer des Sees machen es wir uns auf einer Steinbank von 1905 bequem und geniessen ein kleines Picknick. Die kleine Ortschaft scheint ein beliebter Treffpunkt für Motorradfahrer zu sein. Im Restaurant mit dem klingenden Namen „Relais de la Truite“ finden sie sich scharenweise ein.

Wir setzen unsere Seeumrundung Richtung Les Charbonnières fort. Kurz vor dem Dorf biegt der Radweg ab und es wird steil, sehr steil. Es ist nun eben eine Mountainbike-Route ... Doch auch hier lohnt sich die Mühe. Es sind kaum andere Personen unterwegs, wir treffen auf mehr Kühe als Menschen.

Es geht in der Tat über Stock und Stein durch lichte Mischwälder. Dann folgt wieder eine Abfahrt mit bis zu 13% Gefälle. In Les Esserts de Rive lädt ein Gartenrestaurant zu Verweilen und Bier trinken ein. Hier treffen wir auch auf andere Gäste des nahen Campings.

Die Schlussetappe ist dann kurz, nur der letzte Anstieg hinauf zum Platz fordert nochmals die Beine. Danach ist gemütliches Relaxen, Blog schreiben etc. angesagt 

Am Abend leisten wir uns ein feines Essen mit frischen Fischen aus dem See im nahen Restaurant Bellevue.

Die ersten beiden Nächte waren ruhig und wir schliefen wie Murmeltiere. In der letzten Nacht fegten heftige Stürme über die Jurahöhen. Das Rauschen in den nahen Wäldern liess uns immer wieder wach werden und zwei Mal schauten wir draussen nach, ob unsere Markise dem starken Wind Stand hält. Die Bedenken von „jungen“ Campern halt ....

 

Der Sonntag startet aber wieder mit viel Sonnenschein und einem Frühstück im Freien steht nichts im Weg. Dann heisst es alles Zusammenpacken und im Fahrzeug zu verstauen. Die Handgriffe sitzen immer besser und bald sind wir startklar.

Für die Rückfahrt wählen wir die Route über Le Pont, Vaulion, Romainmôtier und Orbe. Dann geht’s über die A1 mit zunehmend mehr Verkehr, aber absolut staufrei Richtung Bern. Bei der gepflegten Raststätte „Rose de la Broye“ kehren wir für einen feinen Kaffee und kleine Einkäufe kurz ein. Bei Oftringen wechseln wir auf die A2 und kommen kurz nach Mittag zu Hause an.

So bleibt genügend Zeit für eine gründliche Aussenreinigung des liebgewonnen Womo’s und für den Genuss des feinen Rahmkuchens aus der Region Freiburg!

Wiederum dürfen wir auf ein aktives und dennoch erholsames verlängertes Wochenende im dem „akrumobile“ zurückblicken.

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